Grafik: GIFs optimieren
Frage:
Verrätst Du mir, durch welche "Daten-komprimierungs-Mühle"
Du die Grafiken jagst? Oder ob es ein bestimmtes Pack-Programm gibt,
mit welchem sich die Grafiken komprimieren lassen?!
Antwort:
Ein bestimmtes Komprimier-Programm gibt es nicht, weil die Problematik beim
Datenreduzieren immer wieder andersartig ist. Aber ich versuche einmal
in Stichpunkten zu erläutern, durch welche "Mühle" die GIFs bei mir gehen müssen.
- Viele GIFs im Web haben unnötige Ränder
(ein mehrere Pixel breiter Streifen für Distanz zum Text).
Diese entferne ich und das GIF hat weniger Pixelbreite und/oder -höhe.
- Häufig haben GIFs mehrere ähnliche dunkle Farben. (In den Farbanteilen
Rot/Grün/Blau gesprochen sind das Farben mit Werten unter hexadezimal 30/30/30.) Diese fasse
ich zu einer Farbe (00/00/00 = schwarz) zusammen. Das (mein) menschliches Auge erkennt den
Unterschied nicht und das GIF hat weniger Farben.
- Dann versuche ich ähnliche Farben zusammenzufassen, also Farben, deren RGB-Werte sehr eng
beieinander liegen (bei photorealistischen Bildern gelingt dies meist nur bei dunklen
Farben). Durch immer weiteres Reduzieren der Farben werden die Gifs immer kleiner.
Ich vergleiche nach jeder Farbzusammenfassung das reduzierte GIF mit dem Original,
um zu erkennen, ob es sichtbare Farbverluste gibt und ich "zu weit" komprimiert habe.
- Bei Animationen kommt es gelegentlich vor, daß Einzelbilder oder komplette Einzelbildfolgen doppelt
vorhanden sind. Hier lösche ich die doppelten Bilder/Folgen, optisch ändert sich
nichts, die Dateigröße halbiert sich.
- Gut reduzieren kann man Animationen, wenn sie aus vielen Bildern bestehen die nur gering von vorhergehenden Bildern abweichen.
Hier lösche ich jedes zweite Bild.
Dadurch wird der Ablauf der Animation schneller. Ich erhöhe die Darstellungsdauer der Einzelbilder
etwas, damit die Animation wieder etwas langsamer läuft. Dadurch halbiert sich die
Dateigröße.
- Bei Animationen kann man noch die "Übergangsart" zwischen den Bildern geschickt ausnutzen, um die
Datei weiter zu verkleinern. Häufig ändert sich beim Übergang von einem zum nächsten Bild
nämlich nur ein kleiner Teil der optischen Darstellung. Also kann man hier das erste Bild
"ungelöscht" stehen lassen und beim zweiten Bild nur die Pixel anzeigen lassen, die sich im
Vergleich zum vorhergehenden Bild tatsächlich ändern. Hier kann bytemäßig kräftig gespart werden.
Zum Erstellen und Bearbeiten von GIF-Bildern benutze ich die (ältere) Version 5 von Paint Shop Pro.
Für Farbreduktion und "Restarbeiten" nehme ich die (ältere) Version 1.5 des GIF-Animators von ULEAD.
Beide Progs sind vollkommen ausreichend und sicherlich günstig bei Ebay zu bekommen.
Beim Erstellen von GIFs nutze ich die oben beschriebenen "Erfahrungen" und verzichte auf unnötigen GIF-SchnickSchnack.
Das hält die GIF-Dateien klein und sie können schnell nachgelesen und auf Homepages angezeigt werden.